Geschichte für Cocktails Geschichten-Wettbewerb: Ein plötzliches Verschwinden

Hören & Sehen

AFi-KiDS

Katja und Max leben mit ihren Eltern, Hund Bruno und Oma Gisela zusammen. Leider vergisst die Oma immer mehr. Damit alle möglichst gut zusammenleben, hilft es, Bescheid zu wissen und gemeinsam aktiv zu bleiben.
Herausgeber:

Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Auditorix

Bildschirmfoto Auditorix
„Die Katze tritt die Treppe krumm.“ – Löffelhund Auditorix ist ein toller Fixelschnitzler im Zungenzerschnitzlerflitzer-Spiel. Lustige Zungenbrecher und viele andere Spiele optimieren das Gefühl für Hören, Zuhören, Sprache, Sprechen und die Hör-Welt. Konzentration wird trainiert über das eigene Gehör.
Herausgeber:

Initiative Hören e.V.

Die-Gürbels

Screenshot der Webseite Die Gürbels
„Ich will einen Gürbel!“ – Doch Lara bekommt erst dann einen der kuschel-pelzigen kleinen Hausgenossen, als sie sich einen Gürbel für ihren Bruder Toni wünscht, der unter Zahnschmerzen leidet. Denn Gürbels erfüllen Wünsche und helfen den Menschen, sich selbst zu helfen.
Die Gürbels Logo
Herausgeber:

Sara Roller

KiKANiNCHEN

Screenshot der Webseite KiKANiNCHEN
„Dibedibedab! Ich bin da und spiele hier, komm doch mit und spiel mit mir.“ – Das kleine blaue Kaninchen singt und bastelt mit Puppenspieler Christian genau das, was Vorschulkinder lieben.
KiKANiNCHEN Logo
Herausgeber:

Der Kinderkanal von ARD und ZDF

Ohrka

Bildschirmfoto Ohrka
„Wir möchten … zum Diskutieren anregen, mit den Eltern, Geschwistern, Freundinnen und Freunden und auch in der Schulklasse.“ – so das Ziel von Ohrka. An den Podcasts „Politik für Kinder“ sind deswegen viele Kinder mit ihren Ideen und Erfahrungen beteiligt. Ohrka vermittelt Grundwerte wie Toleranz, Respekt und ein demokratisches Miteinander.
Herausgeber:

OHRKA e.V.

Wunderwigwam

Screenshot der Webseite Wunderwigwam
„Sie wohnen im Wunderwigwam: Fox Schlaufuchs und Polly Plapperschlange. Zusammen bereisen die beiden die Welt und viele ungewöhnliche Plätze. Dabei erleben Polly und Fox jede Menge Abenteuer!“ – Fox ist ein cleverer Sammler und Polly die pfiffige Technikliebhaberin.
Wunderwigwam
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Hessischer Rundfunk

Natur & Welt

Afrika-Junior

Offen und warmherzig begrüßt das Mädchen Nyambura die Kinder auf Afrika-Junior. Nyambura bedeutet: die zur Regenzeit Geborene. Nyambura lebt mit ihren Eltern und fünf Geschwistern bei einem Nationalpark im Süden von Afrika. Mit ihr reisen Kinder virtuell nach Afrika.
Herausgeber:

Scala Z Media GmbH

Klassewasser

Bildschirmfoto Klassewasser
„Wusstest du, dass die wasserreichsten Organe im Menschen das Gehirn und die Muskeln sind? Oder dass ein durchschnittlicher Regentropfen bis 35 Kilometer pro Stunde schnell werden kann?“ – Mit Ente Paula Platsch und ihren Freunden Sarah, Fridolin und Gulliver tauchen Kinder ein in die spannende Welt des Wassers.
Herausgeber:

Berliner Wasserbetriebe

NaturDetektive

Bildschirmfoto NaturDetektive
Konstantin ist Feldhamster und das Maskottchen der Naturdetektive. Feldhamster sind leider in Gefahr, weil ihre Hamsterbacken aufgrund von radikalen Ernteverfahren nicht mehr genug zum Hamstern finden. Deswegen ist gerade Konstantin der beste Botschafter für Artenschutz.
Herausgeber:

Bundesamt für Naturschutz

ÖkoLeo

Bildschirmfoto ÖkoLeo
Der Löwe ist seit vielen hundert Jahren das Wappentier Hessens. Das Kinder-Onlinemagazin ÖkoLeo umfasst jede Woche neue Artikel mit Infos zum Natur- und Umweltschutz und liefert viele Ideen zum Rausgehen, Entdecken und Selbermachen.
Herausgeber:

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV)

WDC Kids

Bildschirmfoto WDC Kids
„Schützen wir Wale, schützen wir auch uns selbst.“ – Wale und Delfine eröffnen Kindern einen großartigen Zugang zum Artenschutz. In einer sympathischen Kombination aus Information und Aktion erkennen Kinder altersgerecht die komplexen Zusammenhänge des ernsten Problems von Klimakrise und Meeressäugersterben.
Herausgeber:

WDC, Whale and Dolphin Conservation gGmbH

Wildtierfreund

Screenshot Wildtierfreund
„Du willst dich für Tiere engagieren und Naturschützer werden?“ – Mit dem Tierclub-Logo-Generator lässt sich in drei Schritten der Mitgliedsausweis für einen eigenen Tierclub gestalten und ausdrucken. Damit lernen Kinder altersgerecht, sich zu engagieren und gemeinsam mit anderen für Naturschutz einzutreten.
Herausgeber:

Deutsche Wildtier Stiftung

Lernen & Forschen

Coollama

„Cool, dass du da bist!“ – sagt das Lama und wünscht sich viele richtige Ergebnisse, damit es auf der Rakete tüchtig pupsen kann. Motiviert vom Lama-Track kann man sich von „Sleepy“, „Hippie“, „Rockstar“ bis zum Rechen-Genie COOLLAMA steigern.
Herausgeber:

Anja Wee

Kinderfunkkolleg Mathematik

Screenshot der Webseite Kinderfunkkolleg Mathematik
„Wie kann man Geheimbotschaften entschlüsseln? Was sind Brüche? Und warum hat unser Jahr 12 Monate und 365 Tage?“ – Die 9-jährige Lucy bekommt alle Fragen von Mathe-Profis der Uni Gießen beantwortet.
Kinderfunkkolleg Mathematik
Herausgeber:

Hessischer Rundfunk 

Kinderfunkkolleg-Geld

Kinderfunkkolleg-Geld
„Mäuse, Kröten, Mücken“ – Im Hörrätsel sind drei Namen aus der Tierwelt versteckt, die man auch für Geld benutzt. Es gibt Hinweise zu den gesuchten Tieren und man kann sie auch hören.
Screenshot der Webseite Kinderfunkkolleg-Geld
Herausgeber:

Hessischer Rundfunk

Klexikon

Bildschirmfoto Klexikon
Das Klexikon-Logo ist die Eule – Symbol für Weisheit und Wissen und treffender Hinweis auf einen reichen Lexikon-Schatz: Über 3.300 Artikel in 12 Wissensgebieten gibt es bereits – und täglich werden es mehr.
Herausgeber:

Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V.

Kniffelix

Bildschirmfoto Kniffelix
„Begib dich mit Steffie, Jenni und Lupe Felix auf abenteuerliche Missionen.“ – Kniffelix regt Kinder an, alltägliche Phänomene zu hinterfragen, in Rätseln zu lösen und Experimente durchzuführen. So erfahren sie zum Beispiel, warum man dickflüssigen Ketchup nur durch ausreichend kräftiges Schütteln wieder fließfähig machen kann.
Herausgeber:

Technische Universität Hamburg

Meine-Forscherwelt

Bildschirmfoto Meine Forscherwelt
Julia und Tim sind sehr neugierig. Und clever. Mit Kater Berleburg erforschen sie alles, was ihnen unter die Finger kommt. Am liebsten im Forschergarten hinter der hohen Hecke.
Herausgeber:
Stiftung Kinder forschen

Stopkids (2023 eingestellt)

„Ich heiße Dirk und bin 9 Jahre alt, und außerdem der Chef der Redaktion. Jetzt wollt ihr sicher wissen, wie ich auf die Idee gekommen bin, eine Zeitung für Kinder zu machen.“ – So ging 1995 alles los und mündete 2000 in der ersten Homepage. Dirk ist inzwischen erwachsen.
Herausgeber:

Moritz W. Haus

Medienkompetenz & Kreativität

Find-das-Bild

„Du darfst die Bilder verwenden, wofür und wie Du willst. Sie dürfen verändert, also verfremdet werden, Teile daraus ausgeschnitten, die Farben ausgetauscht werden und so weiter.“ – Das engagierte Angebot von Michael Schnell erspart Kindern auf diese Weise Urheberrechtsverletzungen und bietet eine sichere Alternative zu den Bildersuchen von Global Playern.
Herausgeber:

Michael Schnell

Internet-ABC

Bildschirmfoto Internet-ABC
„Möchtest du einmal selbst eine Umfrage starten und die Meinung anderer Kinder zu einem bestimmten Thema wissen?“ – Eddy, Percy, Flizzy und Jumpy zeigen Kindern, wie sie das Internet sicher und kreativ nutzen.
Herausgeber:

Internet-ABC e.V.

Kidnetting

Bildschirmfoto Kidnetting
Netti ist als lustiges Comic-Tier treuer Weggefährte durch das Portal. Neben regionalen Veranstaltungshinweisen für Kinder gibt es viele Geschichten zum Lesen, Hören und Schauen. Die Beiträge motivieren zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien, Smartphone und Fake News.
Herausgeber:

Bürgerhaus das Mehrgenerationenhaus der Stadt Ingolstadt

KiKA

Screenshot der Webseite KiKA.de
„Du entscheidest: Welches Projekt soll den KiKA-Award bekommen?“ – In der großen Live-Show wurden im November 2022 die Siegerprojekte von engagierten Kindern und Jugendlichen präsentiert. Vorausgewählt von einer Kinder-Jury sowie einem Online-Voting.
Logo KiKA
Herausgeber:

Der Kinderkanal von ARD und ZDF

KinderFilmWelt

Bildschirmfoto Kinderfilmwelt
„Wie funktioniert das im Film?“ – Stuntkoordinator Wolfgang aus Vorstadtkrokodile 3 erklärt seine Arbeit, damit Doubles gefährliche Action übernehmen und die Schauspielenden sich nicht verletzen.
Herausgeber:

Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)

Knipsclub

Bildschirmfoto Knipsclub
„Knipsi fotografiert total gerne. Und er möchte seine schönsten Fotos auch anderen zeigen.“ – Die attraktive Plattform macht Kinder fit für Social Media und ist eine sichere Alternative zu Instagram.
Herausgeber:

JFF – Institut für Medienpädagogik

Gesellschaft

Frieden-Fragen

Bildschirmfoto Frieden-Fragen
„Warum muss es Kriege geben? Wir haben doch einen Mund, mit dem wir reden können.“ – so die 9-jährige Lilly im Oktober 2022. Auf ihre Frage bekommt Lilly neben einer verständlichen Erklärung die Bildergeschichte von Abud Zeid in Ägypten empfohlen, der als Streitschlichter Menschen zum Frieden bewegt.
Herausgeber:

Berghof Foundation Operations gGmbH

HanisauLand

„Ich bin Euch so dankbar für die tolle Idee, so eine Seite aktiv zu führen und sich die Mühe zu machen, so wichtige Themen in einfachen Sätzen zu erklären.“ (Phelie, 26.09.2022)
Herausgeber:

Bundeszentrale für politische Bildung

Kindersache

Bildschirmfoto Kindersache
„Dürfen mir meine Eltern mein Handy wegnehmen?“ – Die Antwort der Redaktion verweist auf Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention, wonach auch bei Erziehungsmaßnahmen die Meinung des Kindes altersentsprechend berücksichtigt werden soll. Gute Tipps helfen Kindern auf praktische und lebensnahe Weise, ihr Recht angemessen einzufordern.
Herausgeber:

Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Kirche-entdecken

Bildschirmfoto Kirche-entdecken
„Wieso brennt die Osterkerze das ganze Jahr und nicht nur zu Ostern?“ – Das weiß Kirchenelster Kira: Die Taufkerzen werden an der Osterkerze entzündet, um das Osterlicht weiterzutragen. So führt Kira Kinder intuitiv-spielerisch in den Kirchenraum und in die Erlebniswelt Kirche hinein.
Herausgeber:

Evang.-Luth. Kirche in Bayern, Evang.-luth. Landeskirche Hannover

Religionen-entdecken

Startseite von Religionen-entdecken
Roboter Auxie zeigt, was man auf dem umfangreichen Angebot machen kann und hilft, sich darauf zurechtzufinden. Dafür ist die riesige Fundgrube an Wissen über Religion, Menschen, Miteinander und Gesellschaft durch eine übersichtliche Rubrizierung gegliedert.
Herausgeber:

Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH

Zeitritter (2025 eingestellt)

„Komm mit auf eine Zeitreise und erlebe zusammen mit den Zeitrittern die spannende Welt der Architektur.“ – Pauline, Paul und ihr sprechender Kater Karlo geben Tipps, wie man den bösen Professor Nix wieder ins Gefängnis bringt, der durch die Epochen springt, um alle Architektur zu zerstören.
Herausgeber:

Christel Buchröder

Geschichte für Cocktails Geschichten-Wettbewerb: Ein plötzliches Verschwinden

Hallo, das ist meine Geschichte zu Cocktails Gschichten-Wettbewerb.
Ich schicke sie etwas früher ab, da ich zum Abgabe-Datum im Urlaub bin.
Sie ist etwas lang und nicht ganz soooo spannend, aber ich hoffe sie gefällt euch trotzdem. Wenn ihr wollt (und sie gut findet) kann ich sie noch auf Kindersache veröffentlichen. Jetzt erstmal viel Spaß beim Lesen!

Ein plötzliches Verschwinden:

Bevor ich die Tür aufmache, um hinaus zu gehen, ruft mich meine Mutter. Ich spute in die Küche und bleibe genau vor meiner Mutter stehen. Sie schaut prüfend an mir herab, bis sie schließlich sagt: „Zieh dein Amulett an und komm pünktlich zum Abendessen, Meyha und Andro kommen zum Grillen.“
Ich nehme mein Amulett vom Küchentisch und renne durch die offene Haustür. Ich gucke verdutzt, wende mich dann aber wieder dem Geschehen vor mir zu. Ich bahne mir einen Weg auf dem heißen Pflasterstein durch Erwachsene, Kinder, Tiere, Tüten und Taschen aller Art. Dabei klatscht das harte Amulett immer wieder gegen meine Brust. Als ich beim Brunnen ankomme, sind Kira und Mischka noch nicht da. Ich lasse mich erschöpft vom Rennen auf den Rand des Brunnens nieder, streife meine Flip-Flops ab und lasse meine Füße in das Brunnenwasser baumeln. Das Amulett ziehe ich mir schnell über den Kopf und verstaue es in der Tasche. Ich warte noch ein bisschen, bis ich schließlich meine Füße in meine Flip-Flops stecke.
Von weitem sehe ich Kira und Mischka. Sie laufen nebeneinander, jede mit einem Amulett. Ich mag sie zwar, aber sie sind echt große Angsthasen. Ich komme ihnen ein Stück entgegen und laufe mit ihnen zu der Obstbaumplantage. Dort setzen wir uns zu dritt unter einen Baum und packen jeder ein bisschen Essen aus, denn wir hatten ein Picknick geplant. Mischka schaut auf mein Dekolleté und weitet die Augen. „Helfa, wo ist dein Amulett?“
„In meiner Tasche, Mischka. Dort sollte deins auch sein. Was ein Schwachsinn.“ Den letzten Satz murmele ich nur. Kira kichert vor vorgehaltener Hand. Mischka und ich schauen sie empört an.
„Hast du keine Angst, dass dich Liliana sonst holt? Das Amulett soll dich doch vor ihrem bösen Geist beschützen!“
„Mischka, die Bärenmutter wollte nur ihre Jungen beschützen, dieser Wilderer hat es nicht anders verdient! Außerdem ist das alles nur eine Geschichte die sich im Laufe der Jahre so verändert hat, das sie gar nicht mehr stimmen kann! Jetzt lassen wir dieses Thema und essen lieber!“ Mischka wirft mir noch einen bösen Blick zu, breitet dann aber eine Decke aus und verteilt unser Essen darauf. Wir setzen uns auf die schattige Decke und genießen unser Essen. Wir quatschen ein bisschen über die Schule, ein bisschen über das Stadtfest und Mischka und ich hätten uns fast wieder in die Haare gekriegt. Sie kann einfach nicht verstehen wieso ich mein Amulett nicht trage. Eigentlich hatten wir das Thema schon oft genug durchgekaut. Ich meine die Bärenmutter Liliana wollte sich nur wehren, der Wilderer hat sowieso etwas Verbotenes getan.

Ich wühle in meinen Hosentaschen nach einem Einkaufszettel, den mir meine Mutter zugesteckt hatte. Ich zeige ihn meinen Freundinnen und sie begleiten mich noch bis zum Brunnen. Dort trennen sich unsere Wege. Ich gehe zum Markt, meine Freundinnen gehen nach Hause. Ich mache mich auf die Suche nach Gemüse, Fleisch und Gewürzen für das Grillen. Ich komme auch an dem Stand mit den Amuletten vorbei, dort schüttle ich missbilligend den Kopf und renne schnell in Richtung nach Hause. Dort angekommen schlüpfe ich durch die immer noch offene Tür und streife meine Flip-Flops ab. Unser Hund Carlito wedelt mit dem Schwanz als er mich sieht und leckt mich ab. Ich lache und gehe in die Küche wo schon meine Brüder Aiko und Arko stehen. Sie haben wie meine Mutter und ich kurze, fast schwarze Haare und karamellfarbene Haut. Arko ist siebzehn, ein Jahr älter als Aiko und ich bin drei Jahre jünger als Aiko. Als sie mich sehen erheben sie beide streng den Zeigefinger, wie Mama das immer tut und sagen im Chor: „Helfa zieh dein Amulett an, sonst kommt der böse Geist von Liliana dich holen!“
Ich lache und boxe Beide in den Bauch als sie auch anfangen zu lachen.
„Wo ist Mama eigentlich?“, frage ich sie. Arko antwortet: „Mama ist nochmal zum Markt, sie sagte dass sie etwas vergessen hat auf den Einkaufszettel zu schreiben.“ Ich nicke, nehme eine Schüssel mit Salat von der Theke und flitze in den Garten. Dort sehe ich Meyha und Andro, die das Feuer anmachen. Ich winke ihnen zu, stelle die Salatschüssel ab und renne wieder in die Küche. Arko ruft mir zu: „Helfa, geh zum Markt und such Mama! Hilf ihr beim tragen!“ Ich schnappe mir meinen Schlüssel und renne fast gegen die Tür. Sie ist zu.

Ich stoße die Tür auf und renne zum Markt. Ich durchsuche die Stände, finde Mama aber nicht. An einem Stand mit Armbändern suche ich mir drei aus und bezahle sie. Das gelbe ist für Kira, das türkisgrüne für Mischka und das dunkelblaue für mich. Weil ich Mama immer noch nicht finden kann, spute ich wieder nach Hause. Aiko, der in der Tür steht, wirft mir einen fragenden Blick zu. Ich rufe: „Hab sie nicht gefunden!“ In der Küche lege ich die Armbänder auf den Tisch und frage Arko: „Sollen wir nicht einfach ohne Mama anfangen?“ Er zuckt die Schultern und geht wieder in den Garten. Ich folge ihm. Dort nimmt sich jeder einen Teller und tut sich Essen auf. Ich nehme mir ein paar Grillspieße mit Fleisch und Gemüse und ein bisschen Salat. Ich rede mit unseren Nachbarn, Meyha und Andro, Großmutter, unserem Onkel und seiner Frau und mit Arko und Aiko. Papa ist leider noch in der großen Stadt und arbeitet. Als wir fertig gegessen haben, räumen wir ab und verabschieden uns. Als ich im Bett liege, ist Mama immer noch nicht da. Dann falle ich in einen unruhigen Schlaf.
Am nächsten Morgen wache ich früh auf und wecke meine Brüder. Anschließend wärme ich die übrig gebliebenen Grillspieße in einer Pfanne auf und verteile sie auf drei Teller. Während ich den Salat auftue kommen meine Brüder in die Küche und lassen sich auf die Plätze vor dem Küchentisch plumpsen. Ich reiche beiden einen Teller und frage: „Wisst ihr immer noch nicht wo Mama ist? Hoffentlich hat sie bei jemandem aus dem Dorf geschlafen.“ Aiko ist nicht so gesprächig und zuckt nur mit den Schultern. Arko allerdings antwortet mir: „Ich habe gestern mit Onkel Lorenzo geredet. Er hat erzählt dass Mama, bevor sie zum Markt gegangen ist, ihn zum Grillen eingeladen hat und gesagt hat, dass er schon vorgehen soll weil sie noch zum Markt muss und etwas suchen muss.“ Ich gebe mich mit dieser Antwort zufrieden und packe meinen Brüdern und mir Brot mit Hummus ein.

In der Schule erzähle ich meinen Freundinnen von dem Verschwinden meiner Mutter, denn langsam mache ich mir ernste Sorgen. Wir alle tragen unser Amulett, seit dem Vorfall ist es ein Teil der Schuluniform geworden. Meine Freundinnen und ich rätseln in den Pausen, wo meine Mutter sein könnte. Nach der Schule steht das Mittagessen schon auf dem Tisch. Arko erzählt von seinem Schultag, während Aiko jedem etwas auf den Teller tut. Ich unterbreche Arko: „Ich gehe später Mama suchen, kommt ihr mit?“
„Ich muss noch für die Prüfungen lernen, sonst würde ich mitkommen.“, antwortet Arko.
Ich nicke verständnisvoll und wende mich an Aiko.
Er sagt langsam: „Ich gehe zum Markt und helfe dort aus. Wenn du alleine gehst, komme ich allerdings mit.“
Ich nicke wieder und sage: „Ich frage Kira und Mischka. Macht euch keine Sorgen, wir finden Mama bestimmt.“ Ich esse zu Ende und packe meine Tasche. Vorsichtshalber nehme ich mein Amulett mit. Ich betrachte es in meiner Hand: unter einer Glashaube ist ein fünfzackiger Stern mit einem rubinroten Hintergrund. Papa hat erklärt dass der fünfzackige Stern für Sicherheit und Glück steht. Nach kurzer Betrachtung flitze ich zu Kira und Mischka. Sie helfen mir gerne und wir suchen zuerst den Markt ab. Dann klingeln wir noch bei vielen im Dorf und fragen nach meiner Mutter, ohne Erfolg. Wir machen noch einen Abstecher zur Obstbaumplantage, ebenfalls ohne Erfolg. Der einzige Ort wo wir noch nicht waren ist der Wald, in dem Liliana wohnt. Unsere Eltern haben uns immer gesagt dass wir nicht in diesen Wald gehen dürfen. Mama sucht am Rande des Waldes manchmal Pilze und Blumen, die sie dann auf dem Markt tauscht oder verkauft, weiter ist sie aber noch nie reingegangen, hat sie gesagt.

Da fiel mir der Groschen: Mama sucht ihr Amulett! Sie hatte es von ihrer Großmutter geerbt und beschützt es wie ihren Augapfel. Dafür würde sie sogar in den Wald gehen. Ich bekomme plötzlich Schweißausbrüche, mir wird abwechselnd heiß und kalt. Kira, die anscheinend Gedanken lesen kann, schaut mich bemitleidend an und nimmt mich in den Arm. Mischka versteht gar nichts und schaut Kira fragend an, die nur mit dem Kopf schüttelt. Ich sinke an einer Hauswand runter, während Kira mir ihre kühle Flasche an die Stirn legt. Ich seufze, denn die kühle Flasche beruhigt meinen Kreislauf. Kira flüstert Mischka etwas ins Ohr, die „Achso!“ sagt und mich ebenfalls bemitleidend anguckt. Ich trinke ein paar Schlucke aus der Flasche, dann ziehen mich meine Freundinnen auf die Beine. Ich sage langsam: „Ich glaube sie ist im Wald. Vielleicht nicht Lilanas Geist, aber vielleicht die Bärenmutter selbst könnte eine Bedrohung für Mama da stellen. Was machen wir nur?“ Der letzte Satz endet mit einem Schluchzer. „Erstmal gehen wir zur Polizei und geben eine Vermissten-Anzeige auf. Wir erzählen denen unsere Vermutung, die werden uns dann bestimmt sagen was zu tun ist.“ Ich nicke und wir machen uns auf den Weg zur Dorf-Polizei. Dort kommen wir mit einem Beamten in ein Zimmer der uns, nachdem wir ihn aufgeklärt haben, ein paar weitere Fragen stellt und eine Vermisstenanzeige aufgibt.
Kira fügt noch hinzu: „Helfa sagt dass ihrer Mutter ihr Amulett sehr wichtig ist und sie, um es zu suchen, sogar in den Wald gehen würde. Wir vermuten dass sie dort sein könnte und bitten sie schnell zu suchen.“
„Wir geben unser Bestes.“, sagt der Polizist. Er redet mit einem weiteren Beamten und wenig später hören wir die Sirenen der Polizeiautos, während wir aus dem grauen Gebäude treten. Ich biete Kira und Mischka an zu uns zu gehen, da unser Haus am nächsten ist.

Arko lernt noch in seinem Zimmer und Aiko ist anscheinend noch auf dem Markt, weshalb Mischka und ich das Abendessen zubereiten. Kira habe ich gebeten die Wäsche aufzuhängen. Da Mischka und ich noch ein Brot backen, versucht Mischka mich mit einer kleinen Mehlschlacht aufzuheitern. Leider klappt das nicht, als das Brot im Backofen liegt bin ich immer noch sehr besorgt und muss obendrein noch die Küche wischen. Als alle beim Abendessen sitzen, es gibt das selbst gebackene Brot mit verschiedenen Pasten vom Markt, hat sich die Polizei immer noch nicht gemeldet. Nach dem Abendessen verabschiede ich mich von meinen Freundinnen und gehe hoch in mein Zimmer. Es ist noch relativ früh, weshalb ich noch schnell meine Hausaufgaben erledige. Nachdem ich sie erledigt und eingepackt habe, kommen meine Brüder Aiko und Arko und Carlito ins Zimmer. Arko fragt mich: „Habt ihr Mama gefunden?“ Ich schüttele den Kopf und sage mit wackelnder Stimme: „Wir haben auf dem Markt und auf der Obstbaumplantage gesucht und bei Leuten im Dorf nachgefragt, ohne Erfolg. Dann ist mir eingefallen das Mamas Amulett ja vorgestern verschwunden ist und sie es wahrscheinlich sucht. Ich habe Mischka und Kira erzählt das sie ihr Amulett sogar im Wald suchen würde, weil ihr es ja so wichtig ist. Daraufhin hat Kira vorgeschlagen eine Vermissten-Anzeige bei der Polizei aufzugeben was wir dann auch gemacht haben. Die Polizei hat sich aber noch nicht gemeldet.“
In meinem Hals kratzt es und meine Augen fangen an zu brennen. Meine Brüder kommen zu mir und nehmen mich in den Arm, Carlito springt auf meinen Schoß und leckt mir die salzigen Tränen von den Wangen. Als ich im Bett liege, Carlito liegt zu meinen Füßen, schlafe ich mit einem riesigen Kloß im Hals ein.

Am nächsten Morgen ist zum Glück ein Feiertag, weshalb ich erstmal ausschlafe. Carlito weckt mich mit seiner langen Zunge, die über mein Gesicht schleckt. In meinem Nachthemd flitze ich nach unten und frühstücke ein Brot mit Olivenaufstrich. Meine Brüder haben mir einen Zettel auf dem Tisch da gelassen, auf dem steht, dass sie zu Papa in die Stadt gefahren sind und ihm alles erzählen. Während ich nach oben in mein Zimmer gehe, fällt mir auf dass ich in den letzten Tagen gar nicht an Papa gedacht habe, nur an Mama. Oben ziehe ich mich um und kämme mir auf dem Weg wieder nach unten meine kurzen Haare. Plötzlich klopft es heftig an der Tür. Ich lege die Bürste auf unser Sofa und öffne die Tür. Zwei Polizisten kommen herein und der eine sagt: „Es tut mir leid, junge Dame, aber wir konnten deine Mutter nicht finden. Wir haben den kompletten Wald abgesucht, allerdings nur ein Amulett in der Nähe von Lilianas Höhle gefunden. Von Liliana war auch keine Spur zu finden.“
Ich nicke und die Polizisten treten wieder aus der Tür. Den Tränen, die ich bis gerade eben noch unterdrückt habe, lasse ich jetzt freien Lauf. Ich renne in mein Zimmer, lege mir mein Amulett um und setze mich auf mein Bett. Carlito kuschelt sich dicht an mich und ich schluchze in sein Fell. So sitze ich den ganzen Tag da, bis am Abend meine Brüder kommen. Sie haben Papa dabei der, als er mich sieht, fragt: „War die Polizei schon da? Haben sie sie gefunden?“
Ich beantworte die erste Frage mit einem Nicken, die zweite mit einem Kopfschütteln. Ich sehe wie meinen Brüdern ein paar Tränen die Wangen runterfließen und Papa sie traurig umarmt. Sie setzen sich zu mir aufs Bett und umarmen mich alle bis ich schließlich einschlafe. Als ich mitten in der Nacht aufwache, sind sie weg. Bevor mir wieder die Augen zufallen verspreche ich dass ich mein Amulett immer tragen werde.

Ich freue mich über eure Meinungen zu der Geschichte in den Kommentaren. Soll ich noch weitere
Geschichten schreiben?

LG Mrs Riddle

Kommentare

Eintrag von Candy Creative am 03. September 2020

Toll! Eine Frage : Wie heißt du in Kindersache? Ich bin dort auch und heiße auch wie hier Crazy

Eintrag von Mrs Riddle am 07. September 2020

Ich habe mich bisher nicht auf Kindersache registriert, das werde ich aber die nächsten Tage tun (ich werde dann so heißen wie hier). Ich habe deine Geschichten auf KS gelesen und finde sie echt super!

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